Einbruchschutz

Insgesamt wurden in Köln in den letzten vier Wochen 39 Einbrüche registriert. Davon wurden 25 abgeschlossen. 14 Einbrüche blieben im Versuchsstadium. Vor allem in den Sommermonaten nutzen Räuber die Tatsache, dass Fenster und Türen aufgrund der Witterungsbedingungen geöffnet und oft „angekippt“ sind und des öfteren über Nacht. Schützen Sie Glasfenster und Haustüren, insbesondere im Erdgeschoss, vor Einbrechern. Wenden Sie sich in Mehrfamilienhäusern an unbekannte Personen, die eindeutig fremd sind. Im Zweifelsfall sofort die Notrufnummer 110 anrufen.

Die Entwicklung der Einbrüche im Zuständigkeitsbereich der Polizei in Köln weist eine konstant hohe Fallzahl auf. In den Jahren 2016 und 2017 war ein Rückgang zu verzeichnen. In der Zuständigkeitszone der PP Köln verringerten sich die Einbruchsfälle im Jahr 2017 einmalig um -24,21 % (-1 117 Fälle). Im Jahr 2016 dezimierte sich die Anzahl der Fälle in der Stadt Köln um 1.183 Fälle (-23,1%). Diese Entwicklung kann auch in 2017 registriert werden. Hier verringerte sich die Fallzahl nochmals um 774 Fälle (-19,65%).

Trotz der positiven Entwicklung ist die Zahl der Fälle in Köln weiterhin auf hohem Niveau. Daher wird eine kontinuierliche Analyse dieses Phänomens durchgeführt, um rechtzeitig präventive und repressive Strategien zu entwickeln.

Standorte

In Städten leben viele Menschen auf kleinem Raum zusammen. Gerade in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen mit einer großen Einwohnerzahl pro Quadratmeter gibt es regelmäßige soziale Strukturen, die von Anonymität geprägt sind. Dieses Phänomen behindert die gesellschaftliche Kontrolle der Nachbarn. So hilft dies Außenstehenden unbemerktes Eindringen in Gebäude.

Erkenntnisse zur Prävention von Stadtkriminalität haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie sind zu einer wichtigen Aufgabe für Polizei und Kommunen geworden. Die Kriminalität kann das Sicherheitsgefühl der Bewohner erheblich beeinträchtigen.

Immobilientyp

In Köln und Leverkusen beträgt das Verhältnis von Einfamilien- zu Mehrfamilienhäusern fast 20-80 %. Eine Einschätzung der Einbruchraten in Köln und Leverkusen zeigt, dass Mehrfamilienhäuser (66,21 %) häufiger betroffen sind als Einfamilienhäuser (33,79 %).

Lage

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Einbrecher das Dachgeschoss oder den Dachboden bevorzugen. Als Argument wird angeblich oft angenommen, dass die Täter ein geringeres Risiko der Aufdeckung nutzen. In der Tat ist es wahr, dass Einbrecher in ihren Handlungen unerkannt bleiben wollen. Die Kölner Studie zeigt jedoch deutlich, dass von allen ausgewerteten Einbrüchen in Köln und Leverkusen vor allem die Wohnungen im Erdgeschoss (45,36 %) besucht wurden.

Maßnahmen für den Einbruchschutz

Kippen des Fensters bei Sommerhitze, einen versteckten Schlüssel in einem Blumenkasten – die meisten Einbrecher erkennen und nutzen die Gelegenheit. Nur sehr wenige Kriminelle verhalten sich professionell. Nach Angaben der Polizei werden 80 % aller Einbrüche von spontanen oder willkürlichen Tätern ausgeführt. So können Sicherheits- und Einbruchschutztechnologien Kriminelle abschrecken und diese von der Einbruchstat abhalten.

Verhinderung von Einbruch

Wenn Sie Schwachstellen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung erkennen und beheben, schützen Sie Ihren Wohnraum vor möglichen Einbruchtaten. Fenster- und Türschlösser werden verwendet, um die einfachsten Einstiegsoptionen zu blockieren. Einbruchalarmanlagen sollten sich jedoch auch auf den Keller und das gesamte Grundstück erstrecken.

Einbruchschutz Türschloss – So sichern Sie Ihre Türen vor Einbrechern.

Einbrecherräuber dringen oft direkt durch schlecht geschützte Haustüren ein. Nicht nur ein Schloss oder ein Schließzylinder sind Schwachstellen, die von Einbrechern ausgenutzt werden. Der Alarm sollte sich daher so weit wie möglich auf alle Elemente der Tür erstrecken. Die Haustür einschließlich des Türrahmens muss fest und dicht sein. Beim Umbau oder der Renovierung müssen Sie zum Zeitpunkt des Kaufs eine einbruchsichere Sicherheitstür wählen. Beachten Sie die Kennzeichnung der Prüfnorm DIN EN 1627. Zusätzliche Schlösser erhöhen die Einbruchhemmung vor der Tür.

Wenn Sie die Eingangstür Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung umbauen möchten, stellen Sie sicher, dass alle Komponenten perfekt ausgerichtet sind. Ein umfassender Schutz vor Einbruch ist nur bei fachgerechter Montage der Bestandteile gewährleistet – also wenn die Segmente korrekt installiert sind.

Steck- oder Zylinderschlösser mit Mehrfachverriegelung müssen verschiedenen Einbruchsversuchen standhalten. Der Schließzylinder darf nicht mit dem falschen Schlüssel geöffnet, gebohrt oder geknackt werden. Bei Türen mit Glaselementen sollte eine zusätzliche Riegelschublade mit einem Sicherheitslenker verwendet werden. Damit die Räuber den Glaseinsatz nicht zerbrechen und die Tür entriegeln. Zusätzlichen Schutz bietet ein Mehrpunkt-Türschloss. Mithilfe eines Riegels anderer Zusatzschlösser wird die Tür an verschiedenen Stellen fixiert und gesichert. Querstangen verriegeln und stabilisieren die Vordertür über die gesamte Breite. Damit sich die Tür nicht öffnet, müssen auch die Scharniere der Haustür gesichert sein. Scharnierhalter erfüllen dieses Ziel.

Fenstersicherung gegen Einbruch

Fenstersperre – Abschließbare Fenstergriffe bieten einen grundlegenden Schutz gegen Einbruch. Normale Fenster oder Terrassentüren sind leichter, zu öffnen oder zu brechen als massive Haustüren. Das Ziel sind jedoch nicht nur die Hausfenster im ersten Stock. Wenn Einbrecher für den Nebeneingang Klettergeräte wie Mülleimer oder Gartenmöbel verwenden, sind auch die Oberlichter nicht geschützt.

Die folgenden Fenstersicherheitsmaßnahmen verbessern die Sicherheit Ihres Hauses:

+ Mithilfe zusätzlicher Schlösser werden Räuber bereits optisch abgeschreckt.
+ Abschließbare Griffe erschweren das Ein- und Ausheben von Fenstern.
+ Eine Pilzkopfverriegelung verhindert, dass der Sicherungsstift aus der Stoßdämpferplatte austritt.
+ Sicherung für Scharniere schützen das Scharnier oder die Seitenscharniere von Fenstern und Balkontüren vor dem Öffnen.
+ Einbruchhemmende Sicherheitsverglasungen verhindern die Exposition gegenüber Glas. Für die Nachrüstung bietet die Schutzfolie auf den Glasscheiben einen ähnlichen Schutz.
+ Das Fenstergitter erhöht den Einbruchschutz in alten Fenstern, wenn keine andere Umrüstung möglich ist.
+ Das Bügelschloss bietet große Sicherheit auf der Schloss- oder Schließseite über die gesamte Höhe der Fenstertür.
+ Der Schiebeschutz verhindert, dass Einbrecher die Rollläden leicht öffnen können.

Da die Türen zum Balkon und zur Terrasse häufig aus Glas bestehen, gelten hier ähnliche Eigenschaften. Besonders wenn sie sich im Erdgeschoss befinden und von der Straße aus nicht sichtbar sind, sind sie ein beliebter Einstiegspunkt für Räuber. Vergessen Sie deshalb nicht, die Balkontür und die Terrassentür gegen Einbrüche zu schützen.

Einbruchstraftaten im Keller

Ungesicherte Kellertüren bieten Einbrechern oft einen günstigen Einstieg. Sogar die Metallkellertüren sehen normalerweise stabiler aus, als sie wirklich sind. Wenn das Schloss nicht ausreichend verriegelt, erkennen die Einbrecher eine Chance. Sogar gekippte Kellerfenster sind gefährlich. Mit gezielten Maßnahmen gegen Einbrüche im Keller verhindern Sie wie folgt den unbefugten Zugriff auf Ihr Haus.

+ Mit einem Klappbalken aus Holz oder Stahl können Sie das Eindringen von Einbrechern in die Kellertür verhindern.
+ Ein Querriegelschloss eignet sich für Türen, um einen maximalen Schutz zu gewährleisten.
+ Ein Vorhängeschloss kann zur Einbruchsicherung sinnvoll beitragen, wenn die Kellertüren nach außen geöffnet werden.
+ Den Glaseinsatz einer Kellertür sollte man mit einem Gitter schützen.

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